Glückwünsche für eine „Botschafterin der Kirche“

Annette Kurschus gratuliert Margot Käßmann zum 65. Geburtstag

Zum 65. Geburtstag von Margot Käßmann am kommenden Samstag (3.6.) hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, ihre Glückwünsche in einem persönlichen Schreiben übermittelt. Darin schreibt Kurschus: „Du hast in Deinem Leben viele Leitungsämter bekleidet: Generalsekretärin, Präsidentin, Bischöfin, Ratsvorsitzende. Unter den damit verbundenen Titeln sticht für mich einer besonders hervor: „Botschafterin“. Von 2012 bis 2017 warst Du im Auftrag des Rates der EKD als „Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017“ unermüdlich landauf und landab unterwegs. Eine Aufgabe, die Dir mit Deiner unverwechselbaren persönlichen Ausstrahlung, Deiner Geradlinigkeit und Deiner Gabe, Menschen zu berühren und zu begeistern, wie auf den Leib geschrieben war.“

Die bekannte Theologin und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende sei bis zum heutigen Tag als Botschafterin für die Kirche unterwegs. „Du erreichst Menschen auch außerhalb kirchlicher Milieus. Das ist eine Deiner großen Stärken, die ich ehrlich bewundere. Dabei gilt Deine Loyalität zuallererst der Botschaft selbst, die uns als Christen anvertraut und aufgetragen ist. Das hat Dich innerlich frei und unabhängig gemacht, mutig und bisweilen unbequem“, schreibt Kurschus und fügt hinzu: „Man spürt Dir ab, dass Du selbst aus der Botschaft lebst, die Du weiterträgst. Du stehst persönlich dafür ein, selbst in den bitteren und schwierigen Momenten und im Umgang mit eigenen Fehlern und erlittenen Verletzungen. Viele haben Dir diese Ehrlichkeit hoch angerechnet.“

Zudem drückte Kurschus in Namen der EKD ihre Dankbarkeit für das Wirken Käßmanns aus: „Ich danke Dir für Deinen engagierten Dienst über Jahrzehnte hinweg bis zum heutigen Tag. Du hast angekündigt, dass Du Deine Zeit künftig noch bewusster erleben und füllen willst. Ich wünsche Dir dabei viele kostbare Erfahrungen, und ich ahne: Du wirst die Freiheit der Kinder Gottes ganz neu zu spüren bekommen.“

Margot Käßmann wurde 1958 in Marburg geboren. Nach dem Abitur in Marburg studierte sie Theologie in Tübingen, Edinburgh, Göttingen und Marburg und promovierte zum Thema „Armut und Reichtum als Anfrage an die Einheit der Kirche“. 1985 wurde Käßmann zur Pfarrerin ordiniert. Von 1992 bis 1994 war sie als Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Hofgeismar tätig und anschließend fünf Jahre lang als Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Mit ihrer Wahl zur Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers 1999 rückte sie an die Spitze der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland. Im Oktober 2009 wurde sie zur Ratsvorsitzenden der EKD gewählt, wo sie auf Wolfgang Huber folgte. Am 24. Februar 2010 legte sie das Amt nieder und trat auch als Landesbischöfin zurück. 2010 wirkte sie als Gastdozentin an der Emory-University in Atlanta (USA), 2011 ernannte die Ruhr-Universität Bochum sie zur Honorarprofessorin, verbunden mit einer Gastprofessur. Als „Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum“ warb sie seit April 2012 in Deutschland und weltweit für das 500. Reformationsjubiläum. 2008 wurde ihr das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit ihrem 60. Geburtstag vor fünf Jahren ging Käßmann vorzeitig in den Ruhestand.

Hannover, 2. Juni 2023

Pressestelle der EKD
Annika Lukas

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Presse ( https://www.ekd.de/rss/presse.xml?)
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