Weihnachten ist so wunderbar, dass man es drei Tage lang feiern kann

Der Name des Festes Weihnachten bedeutet in den meisten Sprachen „Geburtstag“ – und zwar der von Jesus Christus. Daraus entstand natale, navidad, noel, kerstmis, Christmas, X-mas usw.. Nur im Deutschen geht es eher um die Nacht und nicht um den Geburtstag. Weihnachten wird ungefähr seit dem 4. Jahrhundert begangen.

Dabei gibt es gar kein historisch belegtes Geburtsdatum von Jesus. Der eigentliche Festtag ist der 25. Dezember. Die Orthodoxen Christ:innen feiern erst am 6. Januar. Der Brauch, dass wir in Deutschland gar nicht am Festtag selber, sondern schon am Vorabend feiern, ist erst ein paar hundert Jahre alt. Krippenspiele, Geschenke, Weihnachtsbaum, alles schon am Abend vorher? Wirkt ein bisschen ungeduldig.

Am Ende ist aber das Datum weniger wichtig als die Bedeutung des Festes: Gott wird Mensch, Gott kommt zur Welt in einem Kind, Gott wird Mensch in Jesus Christus und teilt das menschliche Leben. Die Freude darüber ist so groß, dass das Fest gar nicht früh genug beginnen kann. In Deutschland sind der 25. und der 26.12. gesetzliche Feiertage. Am 26.12. erinnert man sich traditionell an Stephanus, den ersten christlichen Märtyrer.

In Großbritannien heißt der Tag „boxing day“, weil der Arbeitgeber seinen Angestellten kleine Geschenke (boxes) macht. Die Weihnachtzeit selbst geht mindestens bis zum 6. Januar (Epiphanias) – traditionell eigentlich sogar bis zum 2. Februar (Mariä Lichtmess).

Wir haben also Zeit, Weihnachten zu feiern.

Claudia Kusch

Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Nachrichten ( https://www.ekd.de/rss/editorials.xml?)
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Dieser Beitrag verfällt am 26. Juni 2024.

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